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18.08.11

Motion Graphics - Komplexe Inhalte in anspuchsvolle Filme übersetzen


Mainz, August 2011. Im Rahmen der aktuellen Filmproduktion von Sidenstein Medien mussten diverse mathematische Inhalte leicht verständlich ins Bild transportiert werden. Dazu arbeitete das kreative Team von Sidenstein Medien stark mit bildhaften Metaphern, außerdem wurden die Grafiken in einem modernen und frischen Look animiert, mithilfe sogenannter „Motion Graphics“

Der Begriff „Motion Graphics“ dient zur Unterscheidung zwischen unbewegten (Print) und bewegten Grafiken. Bei Motion Graphics handelt es sich um Grafiken, die in Verbindung mit Filmmaterial und/oder Animationen den Eindruck von Bewegung oder Transformation erzeugen, also eine „lebendige“ Darstellung der Inhalte. Sie werden üblicherweise mit Audioelementen („Umblättern“, „Knistern“ etc.) verknüpft, um eine realistischere Darstellung hervorzubringen.

Motion Graphics basieren üblicherweise auf Animationen, bei denen Bild für Bild (frame-by-frame) der Zustand des Objekts verändert wird. Solche Einzelbildanimationen waren lange Zeit sehr zeitaufwändig und teuer, doch seit einigen Jahren ermöglicht der Einsatz von Computern und den entsprechenden Animationsprogrammen (z.B. Adobe After Effects, Combustion oder Apple Motion)  ein schnelleres Arbeiten. So bieten diese Programme unter anderem die Möglichkeit, die entscheidenden Objekt-Zustände vorzugeben (keyframes) und die variablen Zwischenschritte berechnen zu lassen.

Die einzelnen Elemente (z.B. Text, Fotografien, Videos) können in ganz unterschiedlicher Art und Weise animiert werden, abhängig von den Möglichkeiten der Software. Die am meisten verbreitete Art der Animation ist das sogenannte „keyframing“, entsprechend der o.g. Einzelbildanimation. Dabei werden die verschiedenen Eigenschaften (Zustände) eines Objekts durch einzelne keyframes auf der Zeitachse beschrieben und die Zwischenstände der restlichen Einzelbilder werden automatisch berechnet und abgewandelt (das sog. tweening).

Abschließend werden die Videosequenzen gemeinsam mit dem Filmmaterial exportiert und dabei final auf eine Ebene zusammengefügt. Alternativ können auch nur die Animationsdaten alleine als Videoclip exportiert werden. Dieser Clip enthält dann einen sogenannten Alpha-Kanal mit allen Informationen (Bewegung, Farbe, Transparenz) der Animation und kann so nachträglich in einem Schnittprogramm mit dem ursprünglichen Filmmaterial kombiniert werden.